Eigener Server

Jabber ist ein recht leistungsfähiges Werkzeug um schnell und sicher Informationen vom Ort des Geschehens zum Nutzer zu bringen. Es macht Sinn auch in kleineren Netzwerkumgebungen einen eigenen Jabber-Server zu betreiben. Dieser muss nicht von “aussen/Internet” erreichbar, sondern kann auch nur das eigene Netz bedienen. Da in Bezug auf die recht große Auswahl von Clients spielt es fast keine Rolle, welches OS auf den Clients installiert ist.

Gründe für einen eignen Server

Es gibt einige gute Gründe, warum man sich Gedanken über den Betrieb eines eigenen Servers machen kann:

  • Erreichbarkeit der Mitarbeiter/Nutzer
  • Statusmeldungen von CLients/Server an bestimmte Nutzer übermitteln
  • Entlastung des Mailsystemes

Welche Serversoftware?

Wie bei den Clients gibt es auch unter den Server einige Auswahl. Herausragende zu nennen sind hier ejabberd und Openfire. Beide Server sind gut und performen auch auf kleiner Hardware und VM's.

ejabberd

ejabberd (http://ejabberd.im) ist ein weit verbreiteter freier XMPP-Server, der sich die Techniken des Verteilten Rechnens und der Fehlertoleranz zu Nutze macht. Die Software ist unter Microsoft Windows und vielen Unix-ähnlichen Betriebssystemen, wie Mac OS X, GNU/Linux, FreeBSD und NetBSD, lauffähig.

ejabberd ist sowohl für den professionellen Einsatz, als auch für den privaten Gebrauch geeignet. So nutzen beispielsweise der deutsche Freemail-Anbieter GMX und die XMPP Standards Foundation (früher Jabber Software Foundation) die Server-Software, da diese auch unter ihren hohen Anforderungen zuverlässig arbeitet.
ejabberd Web-Interface

Vorteile von ejabberd:

  • hohe Performance
  • LDAP-Anbindung möglich
  • Transports
  • Clustering
  • mehrere Domänen auf einem Server

Nachteile:

  • Konfiguration
  • gewöhnungsbedürftige Webschnittstelle

Openfire

Openfire (http://igniterealtime.com) ist ein in Java geschriebener Jabberserver und dadurch plattformunabhängig. Openfire benötigt im Gegensatz zum ejabberd mehr Ressourcen. Openfire lässt fast ausschließlich über eine Weboberfläche konfigurieren und besitzt ein Menge zusätzliche optionale Plugins. Augrund der Vielzahl von Plugins lässt sich Server nach eigenen Wünschen einrichten. Nachteilig ist, dass man sich auch mit der Konfiguration der JVM auseinandersetzen muss, da sie maßgeblich für die Stabilität des Server verantwortlich ist.

Openfire Web-Interface

Die Webschnittstelle von Openfire ist übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen. Über die Webschnittestelle werden auch die Plugins verwaltet und eingestellt.

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